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06 NOV
Montag, 18:30 Vortrag und Diskussion: Die politische Produktivität des Utopischen Spielort: Theatersaal Eintritt frei!

Veranstaltungreihe: "Wege aus der linken Krise" der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen

Zunächst führt Annette Schlemm in die theoriegeschichtliche Entwicklung des Utopiebegriffs ein, besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Philosophie Ernst Blochs. In einem zweiten Kurzvortrag wird dieser Ansatz von Uwe Hirschfeld im Hinblick auf die politische Arbeit und die politische Bildung weiter ausgeführt. In beiden Beiträgen wird es darum gehen, ein naives Verständnis von Utopie zu hinterfragen und einen kritischen Begriff zu entwickeln, der in den gesellschaftlichen Kämpfen der Gegenwart hilfreich ist. Die gemeinsame Diskussion lädt dazu ein, beispielsweise die eigenen politischen Praxen in einer umfassenderen utopischen Perspektive zu erörtern. Referent*innen:

  • Annette Schlemm (*1961) ist Physikerin, Philosophin und Autorin. Sie interessiert sich unter anderem für technisch-energiepolitische Fragen und beschäftigt sich mit planetaren Belastungsgrenzen. Sie ist im Bereich Klimapolitik engagiert.
  • Uwe Hirschfeld (*1956) war zwischen 1992 und 2020 Professor für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Politische Theorie und Bildung an der Evangelischen Hochschule Dresden. Seit seiner Rente ist er freiberuflich tätig. Er engagiert sich unter anderem im Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen.



Wo
Alle Veranstaltungen finden in Leipzig statt und werden in verschiedene Orte Sachsens übertragen. In allen Orten sind die Zuschauer*innen dazu aufgerufen, über die besprochenen Inhalte aus der Hauptveranstaltung in Leipzig miteinander zu diskutieren. Dazu wird es vor Ort eine Moderation geben, welche das gemeinsame Gespräch vorbereitet und strukturiert.

Leipzig: Neues Schauspiel, Lützner Straße 29, 04177 Leipzig (Hauptveranstaltung, live)
Dresden: Regionalbüro der RLS Sachsen in der Wir AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden (Screening + Diskussion vor Ort)
Görlitz: Camillo Kino, Handwerk 13, 02826 Görlitz (Screening + Diskussion vor Ort)
weitere Orte in Planung

Alle Termine:
Montag, 16. Oktober 2023, 18:30 Uhr
Montag, 23. Oktober, 18:30 Uhr
Achtung: Keine Veranstaltung am 30. Oktober!
Montag, 06. November, 18:30 Uhr
Montag, 13. November, 18:30 Uhr
Montag, 20. November, 18:30 Uhr
Montag, 27. November, 18:30 Uhr

Eintritt frei!

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08 NOV
Mittwoch, 20:00 Literaturshow: Die schlecht gemalte Deutschlandfahne - die Literaturshow in Neuen Schauspiel mit "Iron Woman" Spielort: Theatersaal

BUCHPREMIERE:
"Iron Woman - 10.000 Kilometer mit dem Rad am Eisernen Vorhang vom Schwarzen Meer zur Barentssee"
von Rebecca Maria Salentin

Moderation: Svenja Gräfen und Rainer Holl


Rebecca Maria Salentin wurde 1979 geboren und wuchs in der Eifel auf. Ihren ersten Sohn bekam sie vor dem Abitur, den zweiten bald danach. Nach diversen Nebenjobs zog sie 2003 nach Leipzig, wo sie seit 2006 als freie Autorin lebt. Von 2009 bis 2018 betrieb sie das Sommercafé ZierlichManierlich in einem alten Zirkuswagen. Seit 2019 moderiert sie mit wechselnden Gastmoderator:innen "Die schlecht gemalte Deutschlandfahne". 2019 lief sie den rund 2.700 Kilometer langen Internationalen Bergwanderweg der Freundschaft EB von Eisenach nach Budapest. Sie ist offiziell erst die 13. Person, die diesen Weg seit seiner Gründung 1983 als thruhike bewältigt hat. 2022 fuhr sie mit dem Rad den Iron Curtain Trail (Radweg Eiserner Vorhang/EV13) vom Schwarzen Meer bis zur Barentssee. Sie ist offiziell die erste Frau, die die rund 10.000 Kilometer lange Strecke des ehemaligen Eisernen Vorhangs bewältigt hat.

In ihrem Bestseller »Klub Drushba« beschrieb Rebecca Maria Salentin ihre dreimonatige Wanderung auf dem »Weg der Freundschaft« von Eisenach bis Budapest. Angestachelt vom Erfolg dieser Reise, die sie völlig untrainiert, mit einer großen Portion Angst im Gepäck aber mit starkem Willen ausgestattet bewältigt hat, ist sie abermals losgezogen: diesmal mit dem Fahrrad, so leicht wie nur möglich bepackt. Fast 10.000 Kilometer war sie unterwegs, den ehemaligen Eisernen Vorhang entlang, auf dem Iron Curtain Trail. Eine Fahrt durch 20 Länder, vom Schwarzen Meer bis zur Barentssee, über fast unpassierbare Grenzen, durch eisige Kälte und einsame Nächte. Aber auch an etlichen unerwartet schönen Landschaften vorbei, durch wilde Gegenden, gespickt mit überraschenden Begegnungen und Geschichten, mit viel Nachdenken über die eigene Herkunft.Rebecca Maria Salentin erzählt in »Iron Woman« nicht nur von einer aufregenden und mutigen Fahrt quer durch ein fast vereintes Europa, sondern auch von einer bewegenden Reise durch ihre Familienhistorie und zu sich selbst.


http://www.rebecca-salentin.de/

 

 

Abendkassenpreis: 12.- / 10.- erm.
VVK hier online: 11.- €

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Tickets
09 NOV
Donnerstag, 20:00 Saló: SALÒ "120 Jahre Einsamkeit Tour 2023" Spielort: KFK

Innsite Booking, Diffus & ByteFM präsentieren:SALÒ "120 Jahre Einsamkeit Tour 2023"

Der österreichische Musiker SALÒ (Größe: 187 cm, Lieblingshobby: Handy, Lebensmittelpunkt: Wien) hat 2023 Großes vor: Die erste eigene Headline-Tour in Deutschland im April, die beinahe ausverkauft ist und in mehreren Städten hochverlegt werden musste. Und dann das Album Debüt „SUBJEKTIV BETRACHTET“, das via MOM I MADE IT (Universal Austria) am 19. Mai erscheint.Aufgrund der großen Nachfrage legt SALÒ direkt nach und präsentiert mit „120 JAHRE EINSAMKEIT“ im November gleich die nächste Headline-Tour durch Deutschland. „Größer, Schöner, Dreckiger“ lautet die Devise.

SALÒs Songs sind mal politisch, mal romantisch und oft beides zugleich. Der Sound vereint Punk und Pop und reicht von ruppig-wütend bis zuckersüß-verspielt, ohne dabei an Echtheit und Identifikationswert zu verlieren. Mit„SUBJEKTIV BETRACHTET“ steht uns ein mittlerweile auch mal nachdenklicher SALÒ gegenüber, der Erlebtes und Gelebtes reflektiert und Themen wie Zerrissenheit und Vergänglichkeit des menschlichen Zusammenlebens anspricht und verarbeitet. 

Trotz Pandemie hat SALÒ im deutschsprachigen Raum in den letzten 3 Jahre über 100 Konzerte gegeben. Zu den Highlights zählen Support Shows auf der Deutschlandtournee von Edwin Rosen, Milliarden und bei den Viagra Boys, Auftritte auf dem Hamburger Reeperbahn und Dockville Festival und dem Wiener Donauinselfest sowie eine EP Release Show, die das Wiener B72 zum Explodieren brachte. Im Februar frisch für den Fm4 Award nominiert, winkt SALÒ dieses Jahr vielleicht auch noch die amtliche Auszeichnung mit einem renommierten österreichischen Musikpreis. Es bleibt ereignisreich.

Foto by Marko Mestrovic

VVK Ticket: 22,70 €: https://www.eventim.de/event/salo-120-jahre-einsamkeit-tour-2023-neues-schauspiel-16736587/

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13 NOV
Montag, 18:30 Vortrag und Diskussion: Ökonomie nach dem Kapitalismus Spielort: Theatersaal Eintritt frei!

Veranstaltungreihe: "Wege aus der linken Krise" der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen

Im Kapitalismus ist der Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital zentral. Erst durch privaten Besitz an Produktionsmitteln und Lohnarbeit entsteht der Wert und damit Profit. Das Streben nach Wachstum ist zwingend im Kapitalismus angelegt. Dies ändert sich auch mit einem grünen Anstrich nicht. Doch welche Ideen und Konzepte gibt es eigentlich für eine Ökonomie nach dem Kapitalismus? Und auf welcher Ebene setzen diese jeweils an? Von Planung und Steuerung der gesamten Ökonomie bis hin zu komplett dezentralen Zusammenschlüssen ohne Steuerung ist vieles denkbar. Wie (de-)zentral sollte eine zukünftige Ökonomie funktionieren? Und könnte Arbeitszeit dabei eine sinnvolle Recheneinheit sein? Was können wir dabei aus den (gescheiterten) historischen Versuchen lernen? Wie lassen sich ökologische Fragen global klären und wie der Carearbeit einen angemessenen Platz einräumen?

Referent*innen:

  • Christian Hofmann (*1980) lebt in Leipzig und arbeitet als Koordinator im Bildungsbereich. Er schreibt für verschiedene linke Zeitschriften und Online-Formate. Er engagiert sich in der ökosozialistischen Strategiedebatte und Vernetzungsarbeit an der Schnittstelle von Gewerkschaften und Ökologiebewegung. Zuletzt erschien von ihm „Goobye Kapital“ (2020) und zusammen mit Philip Broisted „Planwirtschaft: Staatssozialismus, Arbeitszeitrechnung, Ökologie“ (2022).
  • Friederike Habermann (*1967) ist Volkswirtin und Historikerin. Sie forscht, schreibt und spricht als freie Wissenschaftlerin. Sie interessiert sich unter anderem für andere Formen des Wirtschaftens, welche auf struktureller Gemeinschaftlichkeit statt Konkurrenz basieren. Zuletzt erschien von ihr „Ecommony. UmCare zum Miteinander“ (2016) und „Ausgetauscht! Warum gutes Leben für alle tauschlogikfrei sein muss“ (2018).



Wo
Alle Veranstaltungen finden in Leipzig statt und werden in verschiedene Orte Sachsens übertragen. In allen Orten sind die Zuschauer*innen dazu aufgerufen, über die besprochenen Inhalte aus der Hauptveranstaltung in Leipzig miteinander zu diskutieren. Dazu wird es vor Ort eine Moderation geben, welche das gemeinsame Gespräch vorbereitet und strukturiert.

Leipzig: Neues Schauspiel, Lützner Straße 29, 04177 Leipzig (Hauptveranstaltung, live)
Dresden: Regionalbüro der RLS Sachsen in der Wir AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden (Screening + Diskussion vor Ort)
Görlitz: Camillo Kino, Handwerk 13, 02826 Görlitz (Screening + Diskussion vor Ort)
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Alle Termine:
Montag, 16. Oktober 2023, 18:30 Uhr
Montag, 23. Oktober, 18:30 Uhr
Achtung: Keine Veranstaltung am 30. Oktober!
Montag, 06. November, 18:30 Uhr
Montag, 13. November, 18:30 Uhr
Montag, 20. November, 18:30 Uhr
Montag, 27. November, 18:30 Uhr

Eintritt frei!

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18 NOV
Samstag, 20:00 John Garner: Konzert Spielort: KFK

Dreistimmiger Gesang, treibende Gitarren, pulsierende Drums sowie facettenreiche E-Gitarren Einlagen. Songs zwischen herzzerreißender Ballade und mitreißendem Folkpop, Hymnen, Lieblingslieder. Innerhalb kürzester Zeit haben sich JOHN GARNER vom kleinen Akustikprojekt zu einer der überzeugendsten Livebands des Landes entwickelt. Mit unbändiger Spielfreude und Live- Energie erzählen die Augsburger ehrliche, aus dem Leben gegriffene Geschichten, berühren, nehmen mit auf die Reise. Präsentiert von Ortega Guitars.

JOHN GARNER existiert als Trio seit September 2016. Anfangs tourte Frontmann Stefan Krause alleine unter diesem Namen durch Deutschland. 2009 wurde er vom Deutschen Rock & Pop Verband zum „besten Rocksänger Deutschlands“ gekürt. Etwas später stieß Chris Sauer mit zweiter Gitarre und Mandoline, finden die beiden ihren eigenen Sound und beginnen zusammen zu touren. Lisa Seifert ist mit ihrer unglaublichen Stimme, seit 2016 Teil dieses sympathischen Ensembles und verbessert nicht nur die Frauenquote, sondern ermöglicht seither den dreistimmigen Gesang, das Aushängeschild der Garners.

Überraschend ist ihre Erfolgsgeschichte nicht und ebenso wenig, dass JOHN GARNER seit 2018 auch mit fünfköpfiger Besetzung auf den Bühnen Europas zu finden sind. Mit Kontrabass, Piano, E-Gitarre und Banjo schließt sich der Instrumentenkreis und bringt die Böden noch mal mehr zum Beben als zuvor!

3 Alben und 3 EP s hat die Band schon zu präsentieren. Sie standen gemeinsam mit Mighty Oaks, Greg Holden, Ryan Sheridan, Fiddler s ́ Green und The O'Reillys and the Paddyhats auf der Bühne, und gewannen sogar die Pro7 Show „My Hit. Your Song.“ und räumten dabei den Preis ab!  Über 350 Shows und insgesamt 27 Veröffentlichungen seit 2016, säumen den bisherigen Weg von JOHN GARNER. Doch ihre Reise hat erst begonnen.

VVK 20 € + Gebühr online: https://www.eventbrite.de/e/john-garner-neues-schauspiel-leipzig-tickets-601604644687

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20 NOV
Montag, 18:30 Vortrag und Diskussion: Organizing - Möglichkeiten und Grenzen eines strategischen Konzepts Spielort: Theatersaal Eintritt frei!

Veranstaltungreihe: "Wege aus der linken Krise" der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen

Um grundlegende Veränderungen zu erzielen, ist es unumgänglich handlungsfähige, kämpferische Organisationen aufzubauen, die soziale Auseinandersetzungen führen und ebenso im Raum außerhalb der linken Bewegung agieren. Organizing ist ein strategisches Konzept, das darauf ausgelegt ist Menschen in nachhaltige Organisationen einzubinden. Aber ist Organizing die Lösung, mit Hilfe derer wir wieder zu einer handlungsfähigen Kraft im gesellschaftlichen Gefüge werden können? In der Veranstaltung wird das Konzept des Organizings sowohl in der Theorie als auch anhand von praktischen Beispielen vorgestellt. Außerdem diskutieren wir die Grenzen und Möglichkeiten, welche dieses Konzept hat - auch im Hinblick auf die Bekämpfung von Rassismus und die allgemeine Stärkung von Solidarität in der Gesellschaft.

Referent*innen:

  • Judith Weger (*1994) ist Soziologin. Sie arbeitet beim Forschungsprojekt „Solidarität organisieren in der Nachbarschaft und am Arbeitsplatz“ (SONAR).
  • Philipp Rubach (*1996) ist Lehrer. Er ist Gründer der Initiative  „Aufbruch Ost“, die für Solidarität und Selbstermächtigung jenseits von  Pegida und AfD in Ostdeutschland streitet. Zur     Bundestagswahl 2021 war er Direktkandidat für DIE.LINKE in Nordsachsen.
  • Vertreter*in der Mietergemeinschaft Schönefelder Höfe, einer Nachbarschaftsorganisierung von und mit Vonovia-Mieter*innen in Leipzig-Schönefeld, die mit dem Konzept des Organizings arbeiten.
  • angefragt: Vertreter*in von Organizi.ng, einem Zusammenschluss aus erfahrenen Organizer*innen. Sie arbeiten schwerpunktmäßig zu Tarifauseinadersetzungen und unterstützen politische und gewerkschaftliche Prozesse mit Kampagnen, Telefoncampaigning und Mitgliederentwicklung.


Wo
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Leipzig: Neues Schauspiel, Lützner Straße 29, 04177 Leipzig (Hauptveranstaltung, live)
Dresden: Regionalbüro der RLS Sachsen in der Wir AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden (Screening + Diskussion vor Ort)
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Alle Termine:
Montag, 16. Oktober 2023, 18:30 Uhr
Montag, 23. Oktober, 18:30 Uhr
Achtung: Keine Veranstaltung am 30. Oktober!
Montag, 06. November, 18:30 Uhr
Montag, 13. November, 18:30 Uhr
Montag, 20. November, 18:30 Uhr
Montag, 27. November, 18:30 Uhr

Eintritt frei!

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27 NOV
Montag, 18:30 Vortrag und Diskussion: Die Eigentumsfrage stellen Spielort: Theatersaal Eintritt frei!

Veranstaltungreihe: "Wege aus der linken Krise" der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen

In Deutschland besitzt das reichste Prozent der Bevölkerung 32 Prozent des Vermögens, die unteren 50 Prozent lediglich reichlich ein Prozent. Vermögen und Eigentum sind also enorm ungleich und ungerecht verteilt. Um tatsächliche Veränderungen in die Wege zu leiten, lohnt es sich also die Eigentumsfrage zu stellen. So geschehen beim erfolgreichen Volksentscheid im September 2021 in Berlin zur Enteignung und Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. Die Debatte um Vergesellschaftung hatte nicht nur in der gesellschaftlichen Linken Einzug gehalten, sondern auch die Mehrheit der Wähler*innen überzeugt. Doch bis jetzt wird die Umsetzung verschleppt und verhindert, die anfängliche Euphorie scheint verflogen. Dennoch hat das Berliner Beispiel Nachahmer*innen gefunden (z.B. RWE & Co. enteignen). Auch wissenschaftlich wird sich verstärkt mit Eigentumsverhältnissen beschäftigt, so unter anderem beim Sonderforschungsbereich „Strukturwandel des Eigentums“. Wir wollen einen Blick auf die aktuellen Debatten rings um Eigentum, Enteignung und Vergesellschaftung werfen. Steckt in diesen die Perspektive der Überwindung des Kapitalismus? Und ist die Eigentumsfrage eigentlich Element einer „verbindenden Klassenpolitik“?

Referent*innen:

  • Jürgen Leibiger (*1952) war Dozent für Geschichte der ökonomischen Lehrmeinungen und politische Ökonomie des Kapitalismus an der TU Dresden. Nach 1990 arbeitete er als Wirtschaftsjournalist sowie der Sächsischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie. Zuletzt erschien von ihm „Eigentum im 21. Jahrhundert. Metamorphosen, Transformation, Revolutionen.“ (2023).
  • Justus Henze (*1995) ist Aktivist bei Deutsche Wohnen &  Co. Enteignen und aktuell im Koordinierungskreis und in der  Öffentlichkeitsarbeit der Kampagne tätig. Darüber hinaus organisierte er die  Vergesellschaftungskonferenz 2022 mit und arbeitet bei "communia - Zentrum demokratische Wirtschaft"  zur Vergesellschaftung der Energiewende. Er forscht zusätzlich zu demokratischer, ökonomischer Planung und hat ein politisches Netzwerk zur Weiterentwicklung von Planungsmodellen mitaufgebaut.
  • Silke van Dyk (*1972) ist Professorin für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ihr Forschungsgebiet umfasst unter anderem Politische Soziologie, Soziologie der Sozialpolitik, Eigentumsverhältnisse und soziale Ungleichheit sowie Soziologie des Alter(n)s und der Demographie. Zuletzt erschien von ihr zusammen mit Tine Haubner „Community-Kapitalismus“ (2022). Demnächst erscheint zusammen mit Tilman Reitz und Hartmut Rosa „Nach dem Privateigentum? Güter, Infrastrukturen und Weltverhältnisse im Kapitalismus des 21. Jahrhunderts“ (2024).

Wo
Alle Veranstaltungen finden in Leipzig statt und werden in verschiedene Orte Sachsens übertragen. In allen Orten sind die Zuschauer*innen dazu aufgerufen, über die besprochenen Inhalte aus der Hauptveranstaltung in Leipzig miteinander zu diskutieren. Dazu wird es vor Ort eine Moderation geben, welche das gemeinsame Gespräch vorbereitet und strukturiert.

Leipzig: Neues Schauspiel, Lützner Straße 29, 04177 Leipzig (Hauptveranstaltung, live)
Dresden: Regionalbüro der RLS Sachsen in der Wir AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden (Screening + Diskussion vor Ort)
Görlitz: Camillo Kino, Handwerk 13, 02826 Görlitz (Screening + Diskussion vor Ort)
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Montag, 16. Oktober 2023, 18:30 Uhr
Montag, 23. Oktober, 18:30 Uhr
Achtung: Keine Veranstaltung am 30. Oktober!
Montag, 06. November, 18:30 Uhr
Montag, 13. November, 18:30 Uhr
Montag, 20. November, 18:30 Uhr
Montag, 27. November, 18:30 Uhr

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